Hallo, Gast!
Willkommen in Manchester! Zutritt erst ab 18 Jahren, weil unsre Hooligans finden, dass CGI Blut nur auf volljährigen Gesichtern hübsch aussieht. Und mit diesen Anarchos legst du dich besser nicht an, alles, was die tun, ist vollkommen willkürlich, Chaos pur. Die haben sogar unseren Plot verloren. Jetzt sind wir nur noch ein schnödes Real-Life RPG ohne höhere Bestimmung und eventuelle Erleuchtungserfahrungen. Voll langweilig. Und was auch total widerlich ist: diese familiäre Atmosphäre. Was nützt einem die absolute Freiheit im Inplay, wenns außerhalb davon zugeht, wie in nem Pfadfinderferienlager? Hier ist man tatsächlich noch der Meinung Spaß haben zu können, ohne sich gegenseitig auf den Keks zu gehen. Naive Baumkuschler.

Britische Mentalität Please queu here!
Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

NO TEAMACCOUNT INVOLVED
#1
Britische Mentalität
queu here!

Sind sie nicht niedlich, die Briten, mit ihren Melonen und Regenschirm? Und Mr. Bean erst, wie er mit seinem Kopf im Truthahn feststeckt? FALSCH! Ihre Etikette ist ein Drahtseilakt und sie lügen dir ins Gesicht! Sogar deine Freunde! Ist denen völlig egal, ob du dich blamierst, Hauptsache sie müssen dir nicht sagen, dass dein Outfit scheiße aussieht. Und Mr. Bean finden sie nicht mal witzig. Sondern Blackadder, wo Mr. Bean mit abgeschlagenen Köpfen durch die Gegend reitet. Gruselig oder? Ganz zu schweigen von süßen Omas, die plötzlich zu Furien werden und dich anstarren wie den Leibhaftigen, wenn du vor ihnen in den Bus steigst!
Du hast geglaubt das hier würde einfach werden? Paradiesische Höflichkeit und gute Laune überall? Vergiss es!
Wir führen ein Leben geprägt von Angst und Sadismus.



Das Wetter
Das fängt schon beim Small Talk an. Gut, dass unser Wetter die meiste Zeit absolut unvorhersehbar ist und man am besten Sonnencreme, Regenschirm, Taucherbrille, Badehose und Ski-Handschuhe einpackt, bevor man das Haus verlässt. Sonst wüssten wir überhaupt nicht, worüber wir reden sollten. Und selbst, wenn sich das Wetter seit zwei Monaten nicht verändert hat - lass dich darüber aus, dass es sich seit zwei Monaten nicht verändert hat.
Busfahrpläne, Essgewohnheiten, Beruf oder Studienfächer - oh mein Gott, alles viel zu intim!!



Höflichkeit
Es gibt viel zu viele Höflichkeitsgebote, um sie hier alle aufzulisten. Wann du wo und wie zu einer Party, zu einem formellen Dinner, zu einem formlosen Dinner, zu deinem Schlubabschluss oder zum Frühstück auftauchst, was du als Erstes sagst, ob du überhaupt als Erster redest und dass du dich auf gar keinen Fall offen über irgendwas beschwerst, das sind alles immens wichtige Dinge.
Darüber wurden schon ganze Bücher geschrieben! Und ich hab sie alle auswendig gelernt.



Beschwerden
Irgendwo muss die ganze Frustration, die wir aus Angst vor dem sozialen Untergang und der damit verbundenen Auswanderung nach Nepal, um Ziegenzüchter zu werden, nur anonym rauslassen können.
Dafür gibt es Social Media und Kundenservice. Hier darfst du alles. So lange dein Name nicht drunter steht. Es gibt doch nichts Schöneres, um einen verregneten, mäßig windigen, lauwarmen, sehr luftfeuchten Sonntagnachmittag zu füllen, als einen 10-seitigen anonymen Beschwerdebrief. Beachte dabei aber unbedingt, dass du mit der passenden Floskel abschließt. Es gibt ein Dutzend verschiedene, je nach dem, wie gut du den Empfänger kennst. Wenn du den Empfänger gut kennst, schreib lieber gleich eine Lobeshymne stattdessen.



Tee
Um unsere Herzfrequenz nach so viel lang ersehnter Aufregung wieder auf ein gesundes Maß zu senken - funktioniert auch bei Familienkrisen, Regierungsskandalen und internationalen Notständen von Grippewelle bis Zombieapokalypse - genießen wir erst mal eine Tasse frisch gebrühten Tee.
Und laut Schlürfen ist nicht unhöflich. Es senkt die Panik in peinlichen Gesprächspausen bei allen Beteiligten.


Queuing
Drängel dich niemals, niemals, NIE irgendwo vor, wenn du nicht eines langsamen, qualvollen sozialen Todes sterben willst! Egal wo. Du glaubst, was du gerade tun willst, erfordert keine Schlange? Falsch. Es gibt für alles eine Schlange. Sogar an der Bushaltestelle. Und wenn der Bus da ist, steigt man in der Reihenfolge ein, in der man an der Haltestelle angekommen ist. Es gibt auch nie zu wenig Menschen für eine Schlange. Zwei reichen völlig. Und diese zwei müssen nicht mal wissen wofür sie gerade anstehen - Hauptsache sie sind keine Barbaren und tun es!



Alkohol
Ich weiß, das ist alles ziemlich anstrengend. Jeder braucht mal eine Auszeit. Vorzugsweise Freitag- und Samstagnacht im Alkohol induzierten Koma. Du hast grad keinen Grund zum Feiern? Dann hast du da auch was völlig missverstanden. Wir feiern nicht, wir trinken aus Frust, Angst und Verzweiflung! Und davon haben wir IMMER genug.



Nachrichten in diesem Thema
Britische Mentalität - von your mum - 15.10.2016, 17:54

Gehe zu: